GF54.00-P-0004-04A Datenbussystem Vorteile  

Bei der bisherigen Verkabelung der einzelnen elektrischen und elektronischen Komponenten (Standard-Verkabelung) ist jedes Steuergerät mit allen Fühlern (Sensoren) und Stellgliedern (Aktuatoren) direkt verbunden, von denen es Messwerte erhält oder die von ihm angesteuert werden.   Das kann unter Umständen zu sehr langen oder redundanten Kabelstrecken führen.
Gegenüber der Standard-Verkabelung bietet ein Datenbussystem folgende Vorteile:

  Vorteile    
  Geringerer Verkabelungsaufwand Leitungen von Fühlern müssen nur zum nächstgelegenen Steuergerät geführt werden, wo die Messwerte zu einem Datentelegramm aufbereitet und auf den CAN-Datenbus gelegt werden.
Die Ansteuerung eines Stellgliedes kann dann von einem anderen Steuergerät erfolgen, das das Datentelegramm über den CAN-Datenbus erhält und daraus eine Stellgröße für das Stellglied errechnet.
 
  Verbesserung der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV)    
  Weniger Steckverbindungen    
  Weniger Pins an den Steuergeräten    
  Gewichtseinsparung    
  Weniger Fühler (Sensoren) Signale von einem Fühler (z.B. Temperatur Kühlmittel) können mehrfach genutzt werden  
  Bessere Diagnosemöglichkeiten Da Signale von einem Fühler mehrfach genutzt werden (z.B. Geschwindigkeitssignal) ist in der Regel der Fühler (Sensor) oder das Steuergerät defekt, das das Signal aufbereitet, wenn alle Systeme, die das Signal verwenden, eine Störung anzeigen.
Wenn nur ein System eine Störung anzeigt, obwohl das Signal mehrfach verwendet wird, liegt der Fehler meist am verarbeitenden Steuergerät oder am Stellglied.
 
  Schnelle Übertragungsraten Bis 1Mbit/s bei einer Leitungslänge von max. 40 m (findet bei Mercedes Benz aber derzeit keine Verwendung).
Bei Mercedes Benz werden Übertragungsraten von 83 kbit/s bis 500 kbit/s eingesetzt.
 
  Mehrere Botschaften können nacheinander auf derselben Leitung übertragen werden